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T'ai Chi Ch'uan in Wuppertal - Kurse - Seminare - Vorträge
T'ai Chi Ch'uan ist nicht von jemandem ausgedacht worden, um irgendetwas
zu erreichen. Es entstand aus dem philosophisch, kulturellen Hintergrund
des chinesischen Taoismus. Es ist die Möglichkeit bestimmte Erkenntnisse
naturphilosophischer Art, körperlich erlebbar zu machen.
(Ohne aber jemanden davon überzeugen zu wollen)
Nicht mehr, aber auch nicht weniger !
Und vieles, was heute auf der Welt in T'ai Chi Ch'uan
hineininterpretiert wird, ob in China oder anderswo,
ist ein Produkt unserer Zeit.
(Tai Chi Chuan ist kein Kampfsport und keine Gymnastik,
auch wenn es oft so bezeichnet wird)
Wenn man das, was die alten, chinesischen Weisen uns mitteilen wollten
erleben möchte, dann sollte man die alten, überlieferten Bewegungen
so nehmen wie sie sind und zu sich "sprechen" lassen.
Auf gar keinen Fall den eigenen Vorstellungen
anpassen. Was so oft passiert.
Denn genau darum geht es ja:
für eine Weile Abstand von sich selber und seinen Vorstellungen
nehmen und sich seiner
eigenen Natur anvertrauen.
Dann findet man zu sich selber und lebt gesund.
So können wir dann unsere Ziele verfolgen.
Aus der Stille wächst die Kraft !
über die Abbildungen:
Dies ist ein Seidentuchfragment aus den Grotten von Dunhuang
an
der Seidenstraße.
Bevor die Seidenkarawanen damals in die Wüste Taklamakan
(Uigurisch: gehst du hinein - kommst du nicht wieder hinaus) aufbrachen,
beauftragten sie oftmals Mönche Malereien und Werke zu schaffen,
um evtl das Schicksahl
günstig zu beeinflussen.
Oder es waren Werke der Dankbarkeit, weil man lebend zurückgekehrt
war.
Diese Grotten konzentrieren auf einmalige Art und Weise die Wünsche
und Hoffnungen
der Menschen im Umgang mit Bedrohungen.
Leider wurde vieles davon zum Teil absichtlich zerstört und
auch
westliche "Forscher" und Abenteurer haben vieles davon
von den Wänden geschlagen.
Ich habe es für meine homepage ausgewählt, weil so, wie
die Blume
auf der Abbildung als ein Geschenk dargestellt ist, so sehe ich
T'ai Chi Ch'uan auch
als eine Art Geschenk an,
damit man in der Welt in der man lebt, bestimmte Dinge
nicht vergißt.
Diese Abbildung zeigt den berühmten chinesischen Weisen Lao
Tse.
Er reitet auf einem Wasserbüffel. Wenn man genau hinschaut,
dann vermittelt das Bild die Einheit des Philosophen mit dem Tier
(beide schauen in die gleiche
Richtung).
Die Kraft und Stärke der Natur nährt und stützt uns
als Mensch.
Wenn wir Kontakt
zu unserer eigenen Natur und die unserer Umgebung
behalten, behalten
wir
Kraft und Lebensfreude (die Natur ist auf unserer Seite).
Genau das lehrt uns T'ai Chi Ch'uan und zeigt auf, wie man den von
uns oft
verlorenen Kontakt zur Natur wiedererlangen kann.
Li Tai Bo, der berühmte chinesische Dichter.
Er schuf Gedichte, die mit wenigen Worten alles sagen:
Vor meinem Bett glänzt helles Mondlicht -
Wie - sollte das schon Raureif sein ?
Ich heb den Kopf, schau auf zu vollem Mond,
senke den Kopf und denk an mein Zuhause.
Es lohnt sich ein Buch von ihm zu kaufen. Zu beachten ist allerdings,
daß chinesische
Schriftzeichen manchmal mehrdeutig sind.
Deshalb sind Gedichte nur
sehr schwer zu übersetzten.
Dschuang Dse sagte einmal: Wir wollen die Fische behalten
und die
Netze vergessen.
Auf den Sinn kommt es an und nicht auf die Worte.
(Wie auch beim T'ai Chi Ch'uan)
In diesem Sinne lohnt sich eine Auseinandersetzung mit Li Bo
auf
jeden Fall.
Und wenn das gelingt, ist das auch eine gute Herangehensweise
an
unsere T'ai Chi Kunst.
Denn noch weit mehr Gedichte begegnen uns in den T'ai Chi
Bewegungen
selber.
Und man stellt fest, wir selber sind Musik und Dichtkunst.
Dieses Bild gilt als das wichtigste Werk der chinesischen Kunst:
sechs Persimonen von Mu Chi (1296).
Es verdeutlicht auf überzeugende Weise den Hauptgedanken
chinesischen
Philosophie,
nämlich das alles in der Natur
Wandlungen unterliegt (vom Hellen
zum Dunklen).
Dies ist auch ein wichtiges Prinzip des T'ai Chi Ch'uan.
Tai Chi Chuan ist nicht das, was man sehen kann.
Man kann es nur erleben !
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